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Was das Kind mit der Sprache tut, tendiert dazu, deren Struktur festzulegen. Diese relativ genaue Übereinstimmung von Struktur und Funktion kann durch eine funktionale Analyse des Systems heraugearbeitet und durch das Bedeutungspotential ausgedrückt werden. Wir können daraus ersehen, wie die Strukturen, die das Kind beherrscht, direkte Widerspielungen der Funktionen sind, deretwegen es sich der Sprache bedient. (p.27) - Halliday (1975) Die Analyse, die wir dargeboten haben, ist eine funktionale in den zwei unterschiedenen, jedoch aufeinander bezogenen Bedeutungen, in denen der Begriff „funktional” in der Linguistik gebraucht wird. Sie ist eine Darstellung der Funktionen von Sprache; zugleich werden die Strukturen durch funktionale Elemente ausgedrückt (nicht durch Klassen wie Nomen und Verb). Man könnte sie sich als eine Art von „Kasusgrammatik“ vorstellen, obgleich die Strukturteile genau genommen eher „Strukturelemente“ (wie in der Systemtheorie) als „Kasus“ sind. Sie sind kontextspezifisch (d.h. sie sind spezifisch für die besondere Funktion der Sprache in diesem Falle), und sie stellen die gesamte Struktur dar, wohingegen Kasus kontextual undifferenziert auf Elemente beschränkt ist, die syntaktisch von einem Verb abhängen. (p.28) - Halliday (1975)
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